Gerade in Zeiten der Grippewelle kann uns ein starkes Immunsystem schützen. Wir verraten euch, was das Immunsystem überhaupt ist und wie man es stärkt.

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Gerade in Zeiten der Grippewelle kann uns ein starkes Immunsystem schützen. Wir verraten euch, was das Immunsystem überhaupt ist und wie ihr es stärken könnt.

Ein komplexes System aus Abwehrzellen, Signalstoffen und Geweben bildet unser Immunsystem. Seine Aufgabe ist es, körperfremde Substanzen und Eindringlinge zu erkennen und abzuwehren. Ständig in Bereitschaft, gesundheitliche Bedrohungen abzuwehren, liegt es auf der Lauer. Um diese Funktion bestmöglich ausführen zu können, ist es auf bestimmte Funktionen des Körpers ausgewiesen. Diese können wir bewusst beeinflussen und steuern. Ein aktives Immunsystem bildet die Basis für ein gesundes Leben, das uns zu unserer persönlichen Höchstleistung bringt. Mit einer ausgewogenen Ernährung und einer gesunden Dosis Bewegung können wir unser Immunsystem in Schwung halten und der Grippewelle trotzen.

Iss was G’scheits

Damit die Immunabwehr funktionieren kann, ist der Körper auf eine reichhaltige Vitamin- und Mineralstoffzufuhr angewiesen. Vor allem pflanzliche Lebensmittel wie buntes, saisonales und regionales Gemüse und Obst sowie Nüsse und Hülsenfrüchte in Form von Linsen, Kichererbsen und Co. bringen das Immunsystem zum Jauchzen. Besonders empfehlenswert sind etwa auch Haferflocken und Pilze. Denn sie enthalten viele Beta-Glucane, welche dazu beitragen, die häufigsten Immunzellen des Körpers zu aktivieren. Studien haben belegt, dass diese die Anfälligkeit für Erkältungen reduzieren und die Reaktionszeit der Abwehrkräfte minimieren können. Unter einer Ernährung, die stark Fast-Food-, Zucker- und Tiefkühlkost-lastig ist, leiden unsere Abwehrkräfte. Darum: All das nur in Maßen genießen.

Bewegung ist das A und O

Wir können es gar nicht oft genug predigen: Sport ist das Um und Auf für ein gesundes Leben. Und auch unser Immunsystem liebt es, wenn der Körper regelmäßig bewegt wird. Durch den Sport werden unsere Muskeln und unser Herz-Kreislaufsystem trainiert sowie Stress abgebaut. Das ist wichtig, denn Stress ist einer der Haupt-Killer des Immunsystems. Durch die Ausschüttung der Stresshormone wird es belastet und anfällig. Der Organismus muss auf Hochtouren laufen, das Immunsystem steckt dementsprechend zurück und fährt auf Sparflamme. Dadurch haben Parzellen und Viren ein leichtes Spiel. Bewegen wir uns ausreichend und sorgen auch rund herum für Ausgeglichenheit in unserem Leben, machen wir den Viren einen Strich durch die Rechnung.

Warm anziehen

Schon als Kind haben wir ständig gehört, im Winter müssen wir uns warm anziehen, damit wir uns nicht erkälten. Doch stimmt das? Wird man durch Kälte krank? Ja und nein. Es stimmt, dass das Immunsystem gerade in der kalten Jahreszeit besonders gefordert ist. Das ist evolutionsbedingt: Unsere Ahnen mussten ohne Heizkörper und gedämmte Wohnungen eisige Winter überstehen. Doch heutzutage müssen wir uns kaum den kalten Temperaturen ausliefern: Von der warmen Wohnung ins Auto oder die Straßenbahn und hinein ins warme Büro – wer hält sich bei niedrigen Temperaturen schon lange draußen auf? Es sei denn man ist beim Skifahren, Rodeln oder ähnlichem, wo man durch Bewegung den Körper von innen aufheizt und – natürlich – passend gekleidet ist. Wer mit einem schwachen Immunsystem und leichter Kleidung draußen unterwegs ist, läuft Gefahr, zu erkranken. Das liegt zum einen an den Temperaturen, zum anderen aber an den Viren, die zur Grippezeit herumschwirren. Das allerdings lässt sich mit einem starken Immunsystem aushalten. Wer also auf eine ausgewogene Ernährung, Sport, ausreichend Schlaf und Stressabbau achtet, ist bestens gerüstet. Da müssen sich schon die Viren warm anziehen, um uns etwas anhaben zu können.