Diese Ernährungsform soll helfen, ein Optimalgewicht zu erreichen und dieses dauerhaft zu halten. Zudem haben Studien gezeigt, dass es das Risiko an Krebs, Alzheimer, Herzkreislauferkrankungen und Diabetes zu erkranken, verringern soll. 

Schon einmal etwas davon gehört? Diese Ernährungsform soll helfen, ein Optimalgewicht zu erreichen und dieses dauerhaft zu halten. Zudem haben Studien gezeigt, dass es das Risiko an Krebs, Alzheimer, Herzkreislauferkrankungen und Diabetes zu erkranken, verringern soll.  Wir haben uns das Konzept genauer angesehen.

 

Intermittierendes Fasten (lateinisch intermittere = unterbrechen, aussetzen) auch Intervallfasten genannt, bezeichnet eine Ernährungsform bei der in einem bestimmten Rhythmus abwechselnd gegessen und gefastet wird. Das heißt einen gewissen Zeitraum „darf“ gegessen werden, die restliche Zeit sollte man nur Flüssigkeit zu sich nehmen. 

 

Die bekanntesten Varianten des Intervallfastens sind: 

  • „Eat Stop Eat“ -Variante:  Bei dieser Variante wechseln sich Essens- und Fastentage ab. Einen Tag wird ganz normal gegessen, an den Fastentagen ist nur Wasser und eventuell Gemüsebrühe erlaubt.
  • „5/2“-Variante: Fünf Tage darf gegessen werden worauf man Lust hat und zwei Tage wird gefastet – wobei an den zwei Tagen eine geringe Nahrungsaufnahme von 500-600 kcal erlaubt ist.
  • „16/8“-Variante: Bei dieser Variante gibt es ein Zeitfenster von acht Stunden am Tag, in dem gegessen werden kann und die restlichen 16 Stunden wird gefastet.

Die derzeit beliebteste Form des Intervallfastens ist die „16/8“-Variante. So gönnt man seinem Verdauungssystem eine Pause, die laut Studien beträchtliche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen kann. Wann man das Fasten bricht, ob morgens oder mittags, bleibt jedem selbst überlassen. Am häufigsten wird jedoch die Fastenphase während des Schlafens um ein paar Stunden verlängert, das Frühstück ausgelassen und dann das erste Mal zu Mittag gegessen. Wir sind jedoch alle individuell und so sind auch unsere Essgewohnheiten. Manche von uns wollen intuitiv früh nichts essen, andere „funktionieren“ ohne Frühstück gar nicht. Jeder sollte seiner Intuition nachgehen, denn krampfhaft Essgewohnheiten verändern zu wollen kann zu Stress, Frust und Misserfolg führen. Darum: Es liegt bei jedem selbst, wann er das Fasten bricht und damit sein etwa achtstündiges Essens-Zeitfenster öffnet.

 

Burn burn burn

Durch die regelmäßigen Fastenzeiten soll die Fettverbrennung im Körper erhöht und Entzündungsprozesse gehemmt werden, die Cholesterinwerte im Blut sollen sich nachweislich verbessern und im Gehirn neue Nervenzellen produziert werden. Dadurch soll laut Studien die Gewichtsreduktion erleichtert werden. Manche munkeln sogar, dass das intermittierende Fasten lebensverlängernd wirken soll –  das sind jedoch nur Spekulationen. Im Endeffekt kommt es auf einen ganzheitlich ausgewogenen und gesunden Lebensstil an, um lange und gesund zu leben.

 

Ursprung

Das intermittierende Fasten lehnt sich an Urzeiten an, in denen man nicht tagtäglich und immer, wenn man wollte, jegliche Nahrungsmittel zur Verfügung hatte. Durch das vorübergehende Ausbleiben der Nahrung wurde der Körper über Jahrhunderte hinweg robuster und widerstandsfähiger. Es soll helfen, den Körper zu entlasten, da er nicht ständig mit Verdauen beschäftigt ist und so auch ein natürliches Hungergefühl verspüren kann.

 

Abnehmen

Wir leben in einer Überflussgesellschaft, in der viele Menschen gerne ein paar Kilos loswerden möchten – das intermittierende Fasten kann laut Studien dabei helfen. Denn durch Fastenzeiten soll der der Blutzucker- und somit auch Insulinspiegel den Großteil des Tages konstant niedrig gehalten werden und die Fettverbrennung angekurbelt werden. Der besondere Vorteil soll dabei sein, dass auch das Fett in den Problemzonen in den kleinen Hungerperioden angegriffen wird. Somit soll sich das Konzept auch für Menschen eignen, die lediglich für mehr Definition sorgen wollen. Gerade unter Kraftsportlern ist das intermittierende Fasten momentan sehr beliebt – erfolgreiche Resultate sprechen dafür.

 

Wie oft essen?

Manche Menschen können große Mengen auf einmal essen, sie kommen gut mit zwei bis drei Mahlzeiten täglich zurecht. Andere wiederum können nur schwer große Mahlzeiten verdauen. Für sie funktioniert es besser, mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu essen. Gerade durch viele kleine Mahlzeiten verliert man jedoch gern den Überblick und isst unbewusst mehr, als wenn man sich zwei bis drei Mal am Tag Zeit nimmt, um bewusst zu essen und zu genießen. Egal jedoch ob mehrere kleine oder zwei bis drei größere Mahlzeiten, am Wichtigsten ist, dass auf die Qualität der Nahrung geachtet wird, sodass die Lebensmitteln den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen, die er braucht.

 

Fasten und trainieren – geht das?

Ja, das geht. Und tatsächlich gilt das Training auf nüchternen Magen laut Studien als eine der besten Fatburn-Strategien überhaupt.  Während sich einige erst daran gewöhnen müssen, ist es für andere intuitiv die beste Form des Trainings. Das heißt aber nicht, dass das Training zu jeder anderen Tageszeit ineffizient wäre. Am Ende kommt es immer nur darauf an, dass man trainiert hat und sich wohlfühlt. Außerdem: Nicht jeder muss und soll abnehmen. Es kommt immer auf persönliche Ziele und das persönliche Wohlbefinden an und darauf, dass man seinen eigenen Weg findet. Egal ob Abnehmen, Zunehmen, Muskelaufbau oder Gewichthalten: Intermittierendes Fasten kann jeden zum Ziel führen, vorausgesetzt man hat Freude daran.

 

Gefahren und Nebenwirkungen

Auf explizite Gefahren beim Intervallfasten wird laut Studien nicht hingewiesen, jedoch können Nebenwirkungen wie Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen auftreten. Jedenfalls ist eine Abklärung mit Experten wie Diätologen, Ernährungsberater und Ärzten zu empfehlen. Im Speziellen ist bei Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, medikamentöser Einstellung, Schwangerschaft oder einem zu niedrigen Blutdruck, die Abklärung mit einem Arzt, ob und wie eine Fastenmethode umgesetzt werden sollte, angeraten.