Wenn es tagelang grau, regnerisch und eintönig ist, verfällt man leicht in depressive Stimmung. Leider geht es sehr, sehr vielen Menschen nicht nur an vereinzelten Tagen so, sondern oft wochen-, monate-, oder gar jahrelang.

Sport für mentale Gesundheit

Depressionen und psychische Erkrankungen im Allgemeinen sind ernstzunehmende Krankheiten, die zunehmend auch in der Gesellschaft mehr an Akzeptanz gewinnen, dennoch immer noch eher tabuisiert werden. In diesem Artikel soll es darum gehen, wie Sport bei Herbst-Blues sowie Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen als Heilmittel dienen kann.

 

Vorweg ein paar Worte über psychische Gesundheit

Psychische Erkrankungen sind für Außenstehende oftmals schwer bis gar nicht nachzuempfinden. Vielleicht hilft es, sich bewusst zu machen, dass der einzige Unterschied zwischen einer psychischen und einer physischen Erkrankung das Symptom ist. Jemanden mit einer Lungenentzündung oder einem gebrochenen Fuß nimmt man sofort ernst und man ist selbstverständlich bereit, demjenigen zu helfen. Genauso sollte auch mit psychischen Erkrankungen umgegangen werden.

 

Sport und Depression

Wer sich bewegt, fühlt sich automatisch besser. Vor allem den Effekt, wenn man von einem anstrengenden Lauf zurückkommt oder ein intensiveres Workout beendet hat, kennt so ziemlich jeder. Regelmäßige Bewegung führt allerdings nicht nur zur Glückshormonausschüttung, sondern hilft tatsächlich, Depressionen zu lindern. Doch gerade depressiven Menschen fällt es oft noch schwerer, Motivation für den Sport zu finden. Darum sind hier besonders Angehörige gefragt, sich den Betroffenen zu schnappen und sich mit ihm/ihr zusammen zu Bewegen. Und wenn es nur ein kurzer Herbstspaziergang ist (zur Not unterm Regenschirm).

 

Schon eine Stunde in der Woche hilft

Eine internationale Studie hat belegt, dass körperliche Aktivität tatsächlich gegen Depressionen wirkt und darüber hinaus auch für gesunde Personen stark präventive Wirkung hat. Und das unabhängig von Alter, körperlichem Zustand, Geschlecht und Herkunft. Bewegung hat also für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gleichermaßen eine schützende Wirkung. Es wurde bewiesen, dass Menschen mit einem aktiven Lebensstil weitaus weniger gefährdet sind, mental zu erkranken. Und die gute Nachricht:  Schon ein Mindestmaß von einer Stunde körperlicher Betätigung in der Woche kann diesen Effekt hervorrufen. Eine halbe Stunde bis eine Stunde drei bis sechs Mal die Woche Sport zu betreiben wäre perfekt. Mehr sollte es aber auch wieder nicht sein, da unser Körper auch Erholungsphasen braucht.

 

Wer sich regelmäßig bewegt, tut also nicht nur für die physische Gesundheit etwas, sondern sorgt sich auch um das psychische Wohlbefinden. Menschen, die an psychischen Krankheiten leiden, können ihre Symptome lindern und unter Umständen sogar heilen. Darum: nehmt psychische Krankheiten ernst, egal ob sie euch oder euch nahestehende Personen betreffen. Es handelt sich um eine Krankheit wie jede andere, und sollte nicht als Tabu gesehen werden. Ein Appell an alle: Bewegt euch, bewegt euch mit anderen, habt Spaß daran und sorgt für euer Seelenwohl und das jener Personen, die euch am Herzen liegen.