Ladyfit Mikro- und Makronährstoffe Teil 1

Die Welt der verschiedenen Ernährungsformen, Diäten und Meinungen darüber ist oft konträr, produziert Ängste vor bestimmten Nahrungsmitteln und stiftet vor allem viel Verwirrung.

Teil 1

Mikro- und Makronährstoffe: Was wirklich zählt

Die Welt der verschiedenen Ernährungsformen, Diäten und Meinungen darüber ist oft konträr, produziert Ängste vor bestimmten Nahrungsmitteln und stiftet vor allem viel Verwirrung. Wir wollen euch einen kleinen Lichtblick verschaffen und euch zeigen, worauf es bei unserer Ernährung letztendlich wirklich ankommt.

 

Dass der Erfolg unseres Trainings und unseres Energielevels zu einem Großteil von der Ernährung abhängt, sollte allgemein bekannt sein. Ebenso, dass unsere Nahrung in drei Hauptkategorien eingestuft werden kann: Kohlehydrate, Eiweiß und Fett. Das sind die sogenannten Makronährstoffe, sie sind essenziell. Essenziell bedeutet, dass der Körper diese Stoffe nicht selbst herstellen kann, wir sie sie ihm also durch Nahrung zuführen müssen, um ihn am Leben zu halten. Alle drei Makros sollten in jede Mahlzeit inkludiert werden. Allein die Aufteilung ist individuell. Wer sportlich aktiv ist braucht einen großen Anteil an Kohlehydraten, um die Glukosespeicher aufzufüllen; sie dienen als Brennstoff für unseren Körper und treiben uns an. Eiweiß ist wichtig für den Muskelaufbau, es ist sozusagen der Baustein für den menschlichen Körper und wird vor allem von Kraftsportlern in größeren Mengen benötigt. Fett versorgt uns mit all den wichtigen Stoffen etwa für ein intaktes Hormonsystem, schöne Haut und strahlende Haare und ist vor allem für Frauen extrem wichtig.

Generell sollte von langfristigen Diäten abgesehen werden, die eine dieser drei Makronährstoffe vernachlässigt, oder gar Angst vor einem bestimmten Makronährstoff schürt. Nur wenn ihr euren Körper mit allen dreien ausreichend versorgt, kann er optimal funktionieren und euch zu Topleistungen und bestmöglicher Gesundheit bringen.

 

Kohlehydrate

Low-Carb Diäten sind gerade stark im Trend – diese verteufeln den Makronährstoff zu Unrecht. Während es stimmt, dass nicht jeder gleich viele Kohlehydrate benötigt, sind sie für jeden Körper außerordentlich wichtig. Kohlehydrate sind deshalb so in den Verruf geraten, da sie heutzutage hauptsächlich in Form von Weizenmehlprodukten, Frittiertem wie etwa Pommes Frites und Haushaltszucker auf dem Tisch landen. Das sind kurzkettige Kohlehydrate, die den Blutzuckerspiegel in die Höhe schießen, um ihn anschließend rasant abfallen zu lassen. Es sind leere Kalorien ohne Nährstoffe. Doch langkettige Kohlehydrate aus Kartoffeln, vollwertigem Getreide, Reis und Hülsenfrüchten, Haferflocken, Vollkornbrot und Obst und Gemüse versorgen uns mit Energie, Ballaststoffen (ohne Ballaststoffe kein funktionierendes Verdauungssystem!), kontrollieren den Blutzuckerspiegel, halten uns lange satt und zufrieden, sodass wir keine Gelüste nach ungesunden Snacks bekommen.

 

Eiweiß

Gerade wer seine Muskeln trainiert setzt auf eine ausreichende Zufuhr an Proteinen. Doch was sind Proteine eigentlich? Es sind komplexe Moleküle, die aus Aminosäureketten bestehen, von denen neun essentiell sind, also nicht selbst vom Körper hergestellt werden können. Diese bekommen wir etwa aus Fleisch und Fisch, welche eine Zusammensetzung von Aminosäuren enthalten, die der menschlichen sehr ähnlich ist. Somit sind Fisch und Fleisch die gängigste Quelle für Proteine, die zudem jede Menge Mikronährstoffe enthält. Mit einer Kombination aus Nüssen, Samen, Kreuzblütlern und Hülsenfrüchten ist es jedoch auch über eine pflanzliche Ernährung kein Problem für ausreichend Protein zu sorgen. Auf eine ausreichende Proteinzufuhr sollte immer geachtet werden, denn sie dienen dem Aufbau von Haaren und Nägeln, bilden Enzyme, Hormone und Transportproteine. Außerdem brauchen wir sie als Bausteine für Knochen, Sehnen und Bänder und – allgemein bekannt – Muskeln. Wer sportlich aktiv ist sollte etwa ein bis eineinhalb Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht am Tag zu sich nehmen.

 

Fett

Es wird aufgrund seiner hohen Energiedichte oftmals vernachlässigt, gefürchtet oder gar ausgegrenzt. Das kann zu drastischen gesundheitlichen Problemen führen. Fett ist neben den Kohlehydraten der wichtigste Energielieferant für den Körper. Essenzielle Fette sind Omega-3 Fettsäuren, die etwa in Chiasamen, Walnüssen, Leinöl und Fisch enthalten sind. Fett dient dem Körper als Aufprallschutz, Wärmeschutz und als Baustein für Zellwände. Überschüssiges Fett wird nicht eins zu eins im Körper als Fett eingelagert, denn er ist in der Lage, einzelne Bestandteile zu trennen und neu zusammenzusetzen. Fett macht nicht Fett, solange wir darauf achten, qualitativ hochwertige und vollwertige Fettquellen wie Avocados, Nüsse, Samen, Oliven usw. heranzuziehen.