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Unsere Gesundheit beginnt im Darm. Was bei einem Baum die Wurzeln sind, ist beim Menschen der Darm. Sind die Wurzeln gesund, ist der ganze Baum gesund. Die Gesundheit unseres Darms wird weitgängig unterschätzt und teilweise ist der Verdauungstrakt ein eher tabuisiertes Thema.

Hör auf deinen Darm!

 

Unsere Gesundheit beginnt im Darm. Was bei einem Baum die Wurzeln sind, ist beim Menschen der Darm. Sind die Wurzeln gesund, ist der ganze Baum gesund. Die Gesundheit unseres Darms wird weitgängig unterschätzt und teilweise ist der Verdauungstrakt ein eher tabuisiertes Thema. Dabei ist er außerordentlich wichtig für unser Immunsystem, unsere Verdauung und für unsere mentale Leistungsfähigkeit. Wir haben einige Tipps für euch, wie ihr euren Darm für 2019 auf Vordermann bringen und gesund durchs neue Jahr führen könnt.

 

Unser Darm beeinflusst unsere körperliche und geistige Gesundheit enorm. Die Darmbakterien steuern unser Immunsystem, ermöglichen die Aufspaltung der zugeführten Nahrung, um diese absorbieren zu können und haben einen großen Einfluss auf unser emotionales Befinden. In unserem Verdauungssystem leben rund 400 bis 500 verschiedene Arten an Bakterien, das sind etwa ein bis zwei Kilogramm unseres Körpergewichts! Und auch wenn das Wort „Bakterien“ bei den meisten von uns negativ behaftet ist, sollten wir uns bewusst machen, dass diese Tierchen nützlich und sogar lebensnotwendig sind. Wir haben etwa 85% „nützliche“ bzw. „gute“ Bakterien, die restlichen 15% sind Mikroorganismen, die in einer geringen Anzahl auch wichtig für unseren Körper sind. Überwiegen jedoch die „schlechten“ Bakterien, kann das unsere Gesundheit auf vielfältige Weise negativ beeinflussen.

 

Was passiert, wenn die Darmflora unausgewogen ist?

Die Darmflora kann durch unterschiedliche Faktoren, wie etwa schlechte Ernährung, Krankheiten, Stress oder Medikamente geschwächt werden. Dann nehmen die „schlechten“ Darmbakterien Überhand und unser Darmmilieu gerät aus dem Gleichgewicht, unser Immunsystem ist geschwächt und wir werden anfälliger für Krankheitserreger jeder Art. Dieser Zustand verbessert sich nur sehr langsam von allein, aber wir können dem Darm Hilfestellung leisten, indem wir ihm zum Beispiel gesundheitserhaltende Darmbakterien zuführen, etwa mittels einer Darmkur. Wird die Verdauung zu sehr vernachlässigt, so kann unser Immunsystem über die Jahre immer schwächer werden und die Wahrscheinlichkeit, an chronischen Krankheiten zu erleiden, steigt. Diese äußern sich dann unter anderem durch andauernde Müdigkeit, Blähungen, Verstopfungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Heuschnupfen, Asthma und Hautproblemen.

 

Das stärkt das Immunsystem

Essen: Wichtig ist, dass dem Darm zwischen den Mahlzeiten eine Pause gegönnt wird. Wer regelmäßig, aber nicht ständig isst, pflegt seinen Darm. Optimal sind drei große Hauptmahlzeiten am Tag, so kann der Darm in Ruhe schädliche Mikroorganismen, Abfall- und Giftstoffe richtig entsorgen. Ständiges Essen bringt die Darmflora ins Ungleichgewicht.

Trinken: Was alle wissen, aber doch den meisten schwerfällt: Genug Wasser trinken ist notwendig! Zwei bis drei Liter am Tag sollten es schon sein. Der Darm braucht das Wasser, um während der Verdauung die Abfallprodukte durch das Verdauungssystem transportieren zu können. Dehydratation führt unter anderem zu Verstopfung, das bringt das System durcheinander, außerdem bleiben die Giftstoffe somit länger im Körper, was zu Entzündungen führen kann.

Zucker reduzieren: Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel sind Gift für den Darm und damit für unsere Gesundheit. Diese sollten in Maßen und nur gelegentlich genossen werden, ansonsten führen sie zu Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, was wiederum die Darmflora auf längere Sicht schädigen wird.

Probiotika: Fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut, Kimchi, Miso oder Tempeh sind natürliche Hilfsmittel für den Darm. Sie „füttern“ die guten Darmbakterien und stärken somit unser Immunsystem und unsere Gesundheit. Alternativ hilft die tägliche Einnahme eines Präbiotikums aus der Apotheke, um die Darmbakterien zu stärken. Dies ist besonders dann wichtig, wenn man Medikamente, vor allem Antibiotika, einnimmt, denn diese zerstören unsere Darmflora, da sie gegen alles Biotische kämpfen und somit auch die für den Menschen nützlichen Keime abtöten.

Stress reduzieren: Es ist keine Neuigkeit, dass Stress unsere Gesundheit schädigt. Und wie wir nun wissen, beginnt diese im Darm. Stress kann unsere Verdauung ganz schön aus der Bahn werfen und oft können wir kaum etwas dagegen tun. Ein Anfang, um den Darm ein wenig zu unterstützen, ist sich zumindest für die drei Mahlzeiten am Tag 15 bis 20 Minuten Ruhe und Zeit zu gönnen, um bewusst zu essen und zu genießen. Außerdem trägt ein gesunder Schlaf dazu bei, Stress zu reduzieren und somit den Darm zu stärken. Optimal sind sieben bis acht Stunden pro Nacht.

 

In diesem Sinne: Schlaft gut und hört auf euren Darm!