Ladyfit Weibliche Hormone

Das Thema Hormone wird oftmals außen vorgelassen oder gar tabuisiert; und wenn es sich doch einmal darum dreht, werden zumeist die Sexualhormone fokussiert. Doch, wenn auch diese überaus notwendig sind, verfügt unser Körper über noch viel mehr exorbitant wichtige Hormone.

Die Welt der (weiblichen) Hormone

Das Thema Hormone wird oftmals außen vorgelassen oder gar tabuisiert; und wenn es sich doch einmal darum dreht, werden zumeist die Sexualhormone fokussiert. Doch, wenn auch diese überaus notwendig sind, verfügt unser Körper über noch viel mehr exorbitant wichtige Hormone. Wir wollen euch hier einen kleinen Einblick in die Welt der (weiblichen) Hormone geben und vor allem den Zusammenhang von Hormonen und Sport ins Auge fassen.

 

Was sind Hormone eigentlich?

Zu allererst wollen wir einmal klären, was Hormone überhaupt sind. Hormone sind Botenstoffe im Körper, welche in den Drüsenzellen der Organsysteme gebildet und ins Blut abgegeben werden. Sie sind für korrekte Körperfunktionen und unsere Gesundheit verantwortlich und somit für uns lebensnotwendig. Sie regulieren unter anderem unseren Stoffwechsel, den Blutdruck, die Herzfrequenz, den Blutzuckerspielgel, unsere Körpertemperatur, unseren Wasserhaushalt, unsere Libido und sind für Fortpflanzung und Schwangerschaft zuständig; und natürlich – jeder hat es schon oft erlebt – für unsere Stimmungslage. Durch ein angemessenes Bewegungspensum können wir dazu beitragen, unsere Hormone ins Gleichgewicht zu bringen und stressbedingte Hormonschwankungen auszugleichen.

 

Sport und Hormone

Während dem Sport werden die Hormone Dopamin und Serotonin ausgeschüttet, welche für Glücksgefühle sorgen. Doch das Workout hilft nicht nur dabei die Laune zu heben, sondern auch dabei das Immunsystem und damit die Gesundheit zu stärken. Durch die Beanspruchung der Muskeln wird das Hormon Interleukin-6 freigesetzt, welches die weißen, für unser Immunsystem zuständigen, Blutkörperchen aktiviert und dadurch sogar gegen Brustkrebs vorbeugt. Studien haben gezeigt, dass mit dem wachsenden Sportpensum auch die Libido ansteigt. Denn durch die regelmäßige Bewegung lernt man seinen Körper besser kennen und ihn auch zu lieben, was die ideale Grundlage für Sexualität ist. Die Ausschüttung des Hormons Ghrelin, vor allem während dem Ausdauertraining, zügelt unseren Appetit und das Sättigungshormon Peptid steigt an, so kann Heißhungerattacken ganz einfach vorgebeugt werden.

 

Was passiert, wenn man zu viel trinkt?

Wie immer im Leben ist jedoch nicht nur zu wenig schädlich, sondern auch zu viel. Da wir keine Kamele sind, können wir nicht auf Vorrat trinken. Wer das versucht, verdünnt seine Blutsalze so sehr, das wichtige Nährstoffe ausgeschieden werden und der Körper somit unterversorgt wird.

 

Stress ade

Heutzutage stehen wir fast alle unter Dauerstress, wodurch unser Adrenalinspiegel in einem dauerhaft ungesunden Bereich liegt. Durch aktiven Ausgleich kann das Adrenalin-Level gesenkt werden – wir werden ruhiger und ausgeglichener. Durch den regelmäßigen Sport trainieren wir unsere Muskeln, welche wiederum die Gefahr an Diabetes zu erkranken lindern, denn trainierte Muskeln können Zucker besser verarbeiten als untrainierte. Die weiblichen und männlichen Hormone sind übrigens identisch, allerdings unterschiedlich verteilt. So haben Männer etwa mehr Testosteron als Frauen, weswegen sie weniger anfällig für schlaffe Haut und Cellulite sind. Durch regelmäßiges Training können Frauen ihr Testosteron-Level erhöhen und so gegen lästige Dellen ankämpfen.

 

Regeneration

Mindestens genauso wichtig wie die regelmäßige Bewegung, ist regelmäßiger und erholsamer Schlaf. Im Schlaf sorgen Testosteron und das Wachstumshormon Somatropin dafür, dass unsere Muskeln optimal regenerieren und wachsen können. Schlafforscher der Universität Stanford kamen zu dem Resultat, dass sich durch ausreichend Schlaf (empfohlen werden zehn Stunden) die sportliche Leistung erheblich verbessert.

 

Achtung: Suchtpotential

Auch wenn man es kaum glauben mag, auch Sport kann in übermäßigem Ausmaß zur Sucht werden und zu fatalen Auswirkungen für die Gesundheit führen. Läufer, die sich etwa über die Schmerzgrenze hinaus pushen, werden mit Endorphinen ‚belohnt’, welche ein ähnliches Suchtpotential wie Morphin aufweisen. Meistens ist die Spotsucht allerdings psychisch bedingt und geht in vielen Fällen mit einer (vorrangegangen) Essstörung einher. Wer sich ständig getrieben fühlt, keinen Tag auf Sport verzichten kann ohne nervös zu sein und ein schlechtes Gewissen zu haben, sollte sich dringend professionelle Hilfe suchen. Denn ein Übermaß an Sport stürzt die weiblichen Hormone ins Chaos. Die Folgen sind unter anderem brüchige Haare und Nägel, schlechte Haut und das Ausbleiben der Regelblutung (bis hin zur Unfruchtbarkeit!), wodurch die Knochen geschwächt werden und damit die Osteoporosegefahr um ein vielfaches erhöht wird.

 

In diesem Sinne: Bewegt euch und habt Spaß dabei, aber gönnt euch ausreichend Schlaf und pflegt eure Hormone, dann werdet ihr mit guter Laune, einem gesunden Körper, einem ausgeglichenen Hormonsystem und ganz viel Lebensqualität belohnt.