Faszientraining liegt seit einigen Jahren in aller Munde. Wo man hinsieht wird gerollt. Doch was hat es tatsächlich mit den bunten Rollen auf sich? Wieso sollte man überhaupt Faszientraining machen? Wann und wie oft? Wir haben alle Antworten, Tipps und Hintergründe für euch.

Fitnesstrend

Das kleine ABC des Faszientrainings

Faszientraining liegt seit einigen Jahren in aller Munde. Wo man hinsieht wird gerollt. Doch was hat es tatsächlich mit den bunten Rollen auf sich? Wieso sollte man überhaupt Faszientraining machen? Wann und wie oft? Wir haben alle Antworten, Tipps und Hintergründe für euch.

Zu allererst wollen wir klären, was Faszien überhaupt sind. Als Faszien werden elastische Strukturen im Körper bezeichnet, welche aus Bindegewebe bestehen. Es handelt sich hierbei um flächige Fasern, die den Körper wie ein Netz zusammenhalten. Diese Fasern können verkleben, durch regelmäßiges Faszientraining können wir sie wieder geschmeidig machen. Dabei regen wir gleichzeitig den Stoffwechsel und die Durchblutung an, fördern unsere sportlichen Leistungen, helfen den Muskeln dabei schneller zu regenerieren, beugen Verletzungen vor und ermöglichen obendrein ein Optimum an Beweglichkeit.

Schmerzen?  

Wer schon einmal eine Faszienrolle benutzt hat weiß, dass das Faszientraining leider nicht immer schmerzlos verläuft. Das ist dann der Fall, wenn die Faszien – etwa aufgrund von Bewegungsmangel – verklebt sind. Die eigentlich geradlinigen Fasern gleichen in diesem Fall einem Wollknäuel. Dadurch wird die Beweglichkeit eingeschränkt, was sich wiederum in Sport und Alltag bemerkbar macht. Mit regelmäßigem Faszientraining können wir dieses Knäuel auflösen und so für mehr Elastizität im ganzen Körper sorgen. Darum muss man beim Faszientraining mäßige Schmerzen in Kauf nehmen, sollte aber niemals über die wohltuende Schmerzgrenze hinausgehen. Nach dem Training wird sich der unangenehme Druckschmerz in wohltuende Entspannung verwandeln.

 

Wie beginnen?

Faszientraining ist beinahe für jeden geeignet. Wer jedoch Probleme mit dem Lymph-, Herz- oder Kreislaufsystem hat, sollte Rücksprache mit seinem Arzt halten, bevor er mit dem Training beginnt. Alle anderen können bedenkenlos mit Spaß loslegen, wichtig ist allerdings, nicht über Gelenke und Wirbelkörper zu rollen. Das Verletzungsrisiko ist sehr gering, solange man sich nach seinem eigenen Schmerzempfinden richtet. Optimal ist es jedoch, vorerst einen Experten zu Rate zu ziehen, der einen in das Faszientraining einführt und der einem alle offenen Fragen beantworten kann.

 

Wann und wie oft?

 Das Faszientraining sollte als sinnvolle Ergänzung zum Sport betrieben werden und nicht als isoliertes Training. Es reichen bereits wenige Minuten am Tag, um die Faszien geschmeidig zu halten. Es kann sowohl vor als auch nach dem Sport gerollt werden. Davor dient das Rollen zum Aufwärmen, optimal wären 10 bis 15 Wiederholungen bei zügigem Tempo. Nach dem Sport fördert das Faszientraining die Muskelgeneration. Über besonders beanspruchte Körperpartien sollte ca. 20 bis 25 Mal mit langsamer Geschwindigkeit gerollt werden.
In diesem Sinne viel Spaß beim Faszientraining und: Auf die Rollen, fertig – los!